Brückenkinder

Lebensentwürfe von Kindern und Jugendlichen im Grenzraum zwischen Myanmar und Thailand


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Kinder als Grenzgänger, entlaufene Kinder, bettelnde, stehlende, mit Drogen handelnde Kinder, Kinder, die ihre Familien finanzieren, dazu Kinderhändler, kleine Drogenbosse, unberechenbare Polizisten, Grenzsoldaten und Touristen: Die Brücke über den Grenzfluss, die den thailändischen Ort Mae Sai mit dem in Myanmar gelegenen Ort Tachileik verbindet, ist der Ort eines dichten, oft wilden Geschehens. Hier leben die Brückenkinder.

Sie leben von und mit der Grenze. Sie sind Opfer und Täter. Ihr Risiko: ein kurzes Leben an Abgründen entlang. Ihr Lohn: Geld, Abenteuer und die Zuwendung unter ihresgleichen. Ihre Stärke: Widerstandskraft, unternehmerisches Geschick und Selbständigkeit. Manche Brückenkinder wirken wie Babys, wie Kinder, Erwachsene und Greise in einem. Sie halten sich nicht an westliche Entwürfe von Kindheit, sie sind die Huckleberry Finns und Roten Zoras des 'Goldenen Dreiecks'.

Lena Zimmer hat mit den Brückenkindern gelebt und sie begleitet. Ihr Bericht und ihre Analyse rückt die Lebensentwürfe und Handlungsweisen der Kinder in den Mittelpunkt: eine ethnologische Studie aus einer der Krisenregionen Südostasiens.

Erschienen im Lit Verlag Münster – Berlin – Hamburg – London 2009

Reihe Kinder – Jugend – Lebenswelten. Transnationale und interkulturelle Studien

Herausgegeben von Manfred Liebel, Bernd Overwien, Marie-Theres Albert, André Dupuis, Beatrice Hungerland, Albert Recknagel, Ilse Schimpf-Herken und Anne Wihstutz

Autorin Lena Zimmer

ca. 152 S., ca. 19,90 €, br., ISBN 978-3-8258-1608-7

Bestellbar beim Lit Verlag oder direkt bei der Autorin.